1994

 

Mit dem Motorrad
nach Maroko


Zwei Jahre habe ich mich auf diese Reise gefreut und mich auch entsprchend vorbereitet. Dass dann am Schluss alle kalte Füsse gekriegt haben, hält mich nicht ab, die Reise eben alleine zu starten.

In Almeria lerne ich währen des Wartens auf die Fähre die beiden Kollegen aus Ludwigsburg, Rainer und Guido. Sollte jemand die beiden kennen, ich suche dringend deren Zuschrift, habe bei den Behörden und der Polizei vergeblich nachgeforscht.


Nach jeweils ca. 100 Kilometern haben wir angehalten und vom Zisternenfahrzeug (die Paris Dakar hat 35 Liter Tankinhalt) auf die beiden Honda's Benzin "umgeladen".



 

Reiner hatte uns oft mit seinen Kochkünsten überrascht. Hier bereits weit ab von der Bevölkerung. So machts Spass..

 

 

Ich weiss nicht mehr, in welchem Dorf das war abe das war beinahe überall gleich. Die Kinder haben immer grosse Freude und begrüssen die Fremden beinahe frenetisch. Auch aber habe ich erlebt, dass wir mit Steinen beworfen wurden.

 


In einer kleinen Landgemeinde haben wir tanken wollen und standen da vor einem Mann der uns, weil er eben nur Arabisch sprach und wir das eben nicht verstanden, mit den Händen zeigte, dass die Tankstelle defekt wäre. Nun einer der Vorteile der Paris Dakar liegt darin, dass ein nützliches Werkzeugset dabei ist. Mit der "Rohrpumpizange" haben wir beinahe die ganze Tankstelle repariert.


Zum Glück hat die PD zwei Zylinder. Auf der nieendenden Autobahn in Spanien ist ein Kerzenstecker "ausgefallen". Zu meinem Glück bzw. gut vorbereitet, habe ich ein Sackmesser mit einer Büroklammer drin, die brauche ich hier um Kontakt zu schaffen.

 


Da wir nicht in Hotels geschlafen haben, putzen wir uns die Zähne eben in der Natur. Verschlafen können wir nicht, denn egal wie wei man weg ist von einer Stadt, der Muezin um 05.00 Uhr weckt uns überall.

 

 

 

Mit meinem 35 Liter Tank konnte ich beinahe 1000 Km fahren. Der Guido und der Rainer haben da mit ihren 11 Litern so ihre Probleme gehabt. Als Zisterne habe ich also auch schon meinen Dienst getan...

 

Das coole an der Reise war, dass die Beiden total reiseunerfahren waren und mir zu 100% vertrauten. Da konnte ich also locker sagen; He, fahren wir da ob zu dieser Höle zum übernachten? Klar fuhren wir...

Hinten rechts mein Schlafsack.

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SIe hatten ja nicht eben viel dabei was MANN so braucht in einem Notfall, aber wie wir dann am Morgen Rainer's Rucksack aufgemacht haben, 800 gr. Nutella. DAS sind Ferien...

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Wir fahren nicht einfach nur der Strasse entlang. Hier mit einem netten Mann aus dem Gebiet des mittleren Attlas. Wir haben auf unserer Reise kein einziges Hotel von innen gesehen, habe immer draussen im Schlafsack übernachtet. Der WUNDERSCHÖNE Sternenhimmel ist mir noch heute in bester Erinnerung.


Einige hunder Kilometer haben wir uns für ca. drei Tage total verfahren. Unglücklicherweise hatte ich damals noch kein GPS. Kartenmaterial hatten wir, wenn wir aber jemanden fragten, dann konnte der kein Deutsch, Englisch und Französich sondern eben nur Arabisch. Diese sprache beherrschte keiner von uns und so kam es eben, dass wir nach drei Tagen in der Nähe von FES wieder auf eine Strasse und an einen Wegweiser gelangten.


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